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Dimension 6 · Organisation

Organisation & Befähigung

Wer kann damit umgehen – und wer verantwortet den Betrieb?

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Briefing

Worum es geht

Diese Rubrik fragt nach Menschen und Rollen: Wer kann mit KI umgehen, wie lernen die anderen es – und wer betreibt, prüft und verantwortet KI-Lösungen im Alltag? Kompetenz bei wenigen Schlüsselpersonen ist ein Risiko, kein Reifegrad.

Wichtig ist: Wer Befähigung sagt, plant meist eine Schulung. Gebraucht wird eine Zuständigkeit, also Ownership (= die namentliche Verantwortung für einen Anwendungsfall im Regelbetrieb). Eine einstündige Einführung für alle bringt weniger als eine Person, die auch in sechs Monaten geradesteht. Fehlt sie, landen alle Fragen bei dem Kollegen, der den Prototyp gebaut hat. Der sitzt inzwischen im Projekt nebenan.

Das Modell

Die fünf Stufen

  1. Stufe 1 – Experimentieren Einzelne Enthusiasten. Ihr Wissen bleibt bei ihnen, es gibt kein Angebot. Für KI ist niemand formal verantwortlich.
  2. Stufe 2 – Pilot Freiwillige Einführungen, punktuelle Sessions. Kein verbindliches Angebot je Rolle. Wer einen Use Case betreibt, wird von Fall zu Fall geregelt.
  3. Stufe 3 – Kontrollierter Rollout Rollenbasierte Lernpfade, interne Multiplikatoren sind benannt und haben Zeit dafür. Jeder Use Case hat einen fachlichen Owner.
  4. Stufe 4 – Skalierter Regelbetrieb Verbindliches Curriculum, Kompetenz wird gemessen. Mitarbeitende führen Agenten eigenständig. Die Aufgabenteilung zwischen CoE und Fachbereich ist festgelegt.
  5. Stufe 5 – Agentische Organisation Lernen läuft im Arbeitsfluss. Communities und Multiplikatoren tragen sich selbst. Neue Use Cases finden ihren Owner ohne zentrale Zuweisung.
Nachweis statt Behauptung

Woran man es erkennt

Ab Stufe 3 zählt ein Beleg und keine Selbstauskunft, da im Assessment sonst jede Behauptung gleich viel wert wäre.

Stufe 3 – Kontrollierter Rollout
Lernpfade je Rolle, Multiplikatoren mit Zeitbudget, Owner-Liste.
Stufe 4 – Skalierter Regelbetrieb
Curriculum, Kompetenzmessung, dokumentiertes Betriebsmodell.
Stufe 5 – Agentische Organisation
Aktive Community, Ownership entsteht ohne zentrale Steuerung.
Weiterentwicklung

Der nächste Schritt

Der Sprung auf die nächste Stufe fällt je Ausgangslage anders aus, deshalb steht hier für jede der vier Kombinationen eine eigene Zeile.

VonNachNächster Schritt
Stufe 1 – ExperimentierenStufe 2 – PilotVom Zufall zur Zuständigkeit. Eine Person formal für KI benennen – mit Aufgaben und Zeitanteil, nicht nur mit Titel – und das Wissen der Enthusiasten in ein erstes offenes Lernformat mit eigenen Beispielen überführen.
Stufe 2 – PilotStufe 3 – Kontrollierter RolloutVerantwortung sichtbar machen. Je Use Case einen fachlichen Owner benennen und Lernpfade je Rolle definieren, statt freiwillige Termine anzubieten.
Stufe 3 – Kontrollierter RolloutStufe 4 – Skalierter RegelbetriebVom Angebot zur Verbindlichkeit. Das Curriculum je Rolle verpflichtend machen und Kompetenz nachweisen lassen, die Aufgabenteilung zwischen Kompetenzzentrum und Fachbereich schriftlich festlegen und Agentenführung – Kontext, Regeln, Prüffälle – als Aufgabe mit Zeitbudget in die Stellenprofile schreiben.
Stufe 4 – Skalierter RegelbetriebStufe 5 – Agentische OrganisationVom Kurs in den Arbeitsfluss. Lernhilfen dort einbauen, wo gearbeitet wird, Betriebsdaten aus Nutzung und Korrekturen in die Lernpfade zurückspielen und das Multiplikatoren-Netz über Anerkennung und Laufbahn selbsttragend machen.
FAQ

Häufige Fragen

Wenn jemand bei Ihnen mit KI arbeiten soll, was bekommt diese Person an Anleitung und Übung?
Ganz unten, auf Stufe 1, lautet die Antwort: Nichts Organisiertes – wer etwas kann, hat es sich selbst beigebracht. Ganz oben, auf Stufe 5: Lernhilfen sitzen im Werkzeug, aus Nutzung und Korrekturen ergibt sich automatisch, was die Person als Nächstes lernt. Dazwischen liegt Stufe 3: Für die wichtigsten Rollen gibt es einen Lernpfad mit Übungsaufgaben an echten Fällen.
Wer ist bei Ihnen für KI insgesamt verantwortlich? Wer für den einzelnen Anwendungsfall im Betrieb?
Stufe 3 heißt hier konkret: KI hat eine formale Zuständigkeit, und jeder Anwendungsfall hat einen fachlichen Owner mit Namen. Wer noch auf Stufe 1 steht, antwortet stattdessen: Niemand ist benannt; wer sich interessiert, macht etwas, und danach fragt keiner. Und auf Stufe 5 gilt: Für neue Anwendungsfälle und Agenten findet sich der Owner im Fachbereich selbst; ein Anwendungsfall ohne Owner geht nicht in Betrieb.
Wenn ein Anbieter Ihnen eine KI-Lösung liefert oder baut: Wer bei Ihnen beurteilt und steuert das fachlich?
Prüfen Sie, welcher Satz auf Sie zutrifft, da die Beschreibung selbst die Stufe ist. Stufe 1: Wir könnten das nicht beurteilen; wir würden dem Anbieter glauben müssen. Stufe 3: Ein internes Team beurteilt Anbieter und Lösungen anhand eigener fachlicher Anforderungen. Stufe 5: Wir entscheiden je Anwendungsfall selbst zwischen Eigenbau und Zukauf, prüfen zugekaufte Modelle und Agenten laufend gegen unsere Eval-Sets und können jederzeit wechseln.

Wo steht diese Dimension bei Ihnen?

Zwei der sechzehn Fragen im Check betreffen genau diese Dimension. Rechnen Sie mit 10 bis 15 Minuten. Ihr Zackenprofil sehen Sie direkt danach, das ausführliche Ergebnis kommt per E-Mail.

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